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Wie Verschmutzungen elektrische Anlagen beeinflussen

Staub ist kein optisches Problem, sondern ein thermisches und ein elektrisches.

Geöffneter Schaltschrank mit verschmutzten Bauteilen

Wer einen Schaltschrank nach Jahren öffnet, sieht meist zuerst eine graue Schicht. Was diese Schicht bewirkt, hängt davon ab, woraus sie besteht und wo sie liegt.

Thermisch wirkt Staub wie eine dünne Dämmung. Er legt sich auf Bauteile, in Kühlkörper und vor Lüftungsöffnungen und behindert dort die Wärmeabfuhr. Höhere Betriebstemperaturen beschleunigen die Alterung von Isolierstoffen und Bauteilen – ein Effekt, der sich nicht sofort zeigt, sondern über Jahre aufbaut.

Elektrisch wird es dort kritisch, wo Ablagerungen leitfähig werden. Metallabrieb aus der Produktion ist von vornherein leitfähig. Aber auch gewöhnlicher Staub kann Feuchtigkeit aufnehmen und dann Kriechwege über Isolierflächen bilden. In Verbindung mit Ölnebel entsteht ein haftender Belag, der sich mit Druckluft allein nicht mehr entfernen lässt.

Mechanisch betrifft es bewegliche Teile: Antriebe, Verriegelungen und Kontaktsysteme reagieren empfindlich auf Verschmutzung in Verbindung mit alten oder verharzten Schmierstoffen.

Für den Betreiber heißt das: Die Verschmutzung selbst ist kein Schaden, aber sie verschiebt die Wahrscheinlichkeiten. Sie erhöht Temperaturen, begünstigt Kriechströme und erschwert es, beginnende Auffälligkeiten überhaupt zu erkennen – weil unter der Schicht nichts sichtbar ist.

Unverbindlich klären, was möglich ist

Wenn Sie den beschriebenen Punkt an einer eigenen Anlage einordnen möchten, sprechen Sie uns an – wir schauen uns die Situation an und sagen Ihnen, was sich daraus ergibt.

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